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Horst Keining - Revision
3.2.2007 bis 18.3.2007

 

   
Horst Keining, Blechbildrosa75100, 2002, 75 x 100 cm, Öl auf Leinwand
 

 
Horst Keining (geb. 1949) befragt in immer neuen Serien mit geradezu philosophischem Tiefsinn Möglichkeiten und Grenzen des Mediums Bild. Nach einem Studium bei Erwin Heerich an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf (1970-1976) ging er zunächst von strengen, der Sprache der konkreten Kunst verpflichteten Gemälden aus. Bis heute hält sein Interesse an Linie und Farbe, an sparsam-rationaler Bildstruktur an.
Mit streng geometrisch konzipierten Bildserien fügt Keining der Farbfeld- und Farbtafelmalerei von Barnett Newman bis Gerhard Richter eine völlig eigenständige Version hinzu:
Die wohl bekannteste, 90-teilige Reihe “Lukas” (2000) ist nach den gleichnamigen Künstlerfarben eines Düssel-
dorfer Herstellers benannt und zeigt jeweils genau die Farbe, die darunter in einem ausgesparten Feld in Schwarz auf weißem Grund als Farbnummer in Zahl und Wort genannt ist.

Nach diesen präzis ausgeführten Arbeiten, zu denen auch das “Blechbildrosa75100” zählt, gibt es seit 2002 poppig wirkende Kompositionen mit Stoff- oder Blumenmustern, über die sich nicht selten in großen Buchstaben Schrift zieht. Das kann der sich vom Muster deutlich abhebende Name einer Firma ebenso sein wie in starker Vergrößerung wiedergegebene berühmte Textfragmente, etwa von Rainer Maria Rilke. Diese verweben sich mit dem Muster durch Angleichung des Schriftverlaufs, weshalb die unscharf, zuweilen spiegelverkehrt wiedergegebenen Worte für den Betrachter kaum mehr lesbar sind.

   
 
Horst Keining, Rilke, 2004, 185 x 270 cm, Kunstharz auf Leinwand
   
 
   
 
Horst Keining bei der Arbeit
 

Seit 2003/2004 arbeitet Horst Keining nicht mehr nur mit Pinsel, Ölfarbe und Leinwand: Kunstharzfarbe wird nun auf die Leinwand - und auch auf Wände - aufgesprüht. Die intendierte Unschärfe der Konturen, etwa bei der Arbeit nach Ornamentvorlagen, läßt geradezu “schleierhaft” wirkende Kompositionen von höchster malerischer Qualität entstehen.

Horst Keining lotet die Möglichkeiten der Malerei zwischen Figur und Grund, Abstraktion und Gegenstand, Ornament und Schrift aus - die Geschichte der Malerei gleichermaßen reflektierend wie persiflierend. Er trägt auf diese Weise der immer komplexer werdenden visuellen Gegenwart, der Flut der Bilder in der modernen Welt, Rechnung.

Das Ludwig Museum zeigt als letzte Station der Ausstellungstournee “View” in einer “Revision” nun auch die jüngsten, gerade erst im Düsseldorfer Atelier des Künstlers entstandenen Arbeiten - und ein vor Ort gespraytes Werk.

Der Katalog “View ∙ Horst Keining” zu den Stationen in der Kunsthalle Gießen, der Kunsthalle Wilhelmshaven und dem Ludwig Museum im Deutschherrenhaus, Koblenz, kostet 19 Euro. Er enthält Beiträge von Markus Lepper, Daniel Spanke und Beate Reifenscheid sowie ein Interview (hrsg. Von Daniel Spanke, Kettler, Bönen, 2006, 96 Seiten, zahlreiche Farbabbildungen).

   
Horst Keining, Cité II, 2006, 25 x 75 cm, Kunstharz auf Leinwand
 

 

 

 
   

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Horst Keining, Liese