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Hermann-Josef Kuhna - Vom Anbeginn
29.10. bis 3.12.2006

 

 

   
Hermann-Josef Kuhna
großer akt III 1985 180 x 180 cm
vg bildkunst, bonn, 2006
 

 

„Der Fleck ist die elementare Keimzelle des Malerischen. Er steht am Anfang der Malerei, wie der Einzeller am Anfang des Lebens steht. Er kennzeichnet aber auch Spätstile, in denen alle Verästelungen der Semantik wieder ins „kühne Wesen des Farbflecks“ (Theodor Hetzer über Tizian) zurückkehren. Er ist ein bildnerischer Archetyp vor aller Bedeutung, Illusion, Komposition.“ So formulierte es Manfred Schneckenburger über Hermann-Josef Kuhna, der seit Jahren sich einer häufig als „strukturell“ bezeichneten Malerei verschrieben hat.

 
 
 
Hermann-Josef Kuhna
mavrodaphne 2006 170 x 150 cm
vg bildkunst, bonn, 2006
   

Die Malerei von Kuhna besteht aus kleinteiligen Flecken, aus einem scheinbar unübersichtlichen Gewirr aus einzelnen Farbklecksen, die sehr unterschiedliche Valeurs annehmen und damit manchmal in krassen Gegensätzen wie auch im harmonischen Miteinander agieren können. Hermann-Josef Kuhnas malerische Welt kreiirt sich selbst über den einfachsten gemeinsamen Nenner, mit dem Malerei überhaupt gelingen kann: Dem einzelnen, völlig singulär gestellten Farbfleck, der in reiner Farbe für sich steht. Erst Schicht um Schicht und schließlich im Gedränge der Farben entsteht ein Gebilde, das mehr ist als die Summe einer Vielzahl von unzusammenhängenden Farbflecken. Der Farbfleck wird zur Malerei, zu einem in sich geschlossenen und logischen Gefüge, das sich zu einem Bild von hoher Authentizität zusammenschließt. Im Flirren der Farbpunkte gewinnt die Malerei von Kuhna einen eigentümlichen Reiz zwischen haptischer Präsenz und beinahe nur virtueller Erscheinung, da das Irisieren der Farben zugleich ihre Dinglichkeit aufzuheben scheint.

   
Hermann-Josef Kuhna
mondalizza 2005 170 x 260 cm
vg bildkunst, bonn, 2006
 

 

Hermann-Josef Kuhna, der lange als Professor an der Akademie in Münster unterrichtet hat (1979-2006), ist Strukturalist; aber vor allem sind seine Gemälde hoch poetisch, lyrisch und naturverwandt. In seinen neuesten Arbeiten spürt man ein vermehrtes Streben zum Licht und sogar zum Kosmos. Seine Bilder sind höchst individuell und erreichen eine Kraft und Spannung, die „vom Anbeginn“ an sich der Keimzelle der Malerei zugewandt und dieser immer neue, individuelle Bildfindungen abgerungen haben. Sie erscheinen als peinture pure, als vollkommen reine Malerei.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (deutsch/französich)
mit Beiträgen von Willi Kemp, Beate Reifenscheid,
Dieter Strauss, Klaus Staehler, Christoph Wagner.
Preis an der Museumskasse ca. 20,00 Euro

Litho zum Vorzugspreis: 250,- Euro (statt 400,- Euro)

 
   

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Hermann-Josef Kuhna
bumerang 1998
200 x 160 cm