home   Ausstellungen
  home   Vorschau  
 
Museum
Sammlung
Ausstellung
Ausstellungen aktuell
Ausstellungen - Vorschau
Ausstellungen Rückschau
Programm
Pädagogik
Shop
Kontakt
sitemap
 
 

Jon Groom - Between the light
9.12.2006 bis 28.1.2007

 
   
Jon Groom , Indian Journey: Subject- Object II, January 1 st. 2005, Aquarell auf handgeschöpftem Papier, 76,5 x 56 cm
 

 

Jon Groom, geb. 1953, in Powys, Wales, und schon seit den 70er Jahren zugleich in New York, London und München lebend, ist Maler: “I enjoy painting and this is what I do. Painting is a journey to simplify the complexity of existence. I believe the approach to painting is all important.” Dabei gibt es in seiner Kunst nichts Wichtigeres als die permanente Auseinandersetzung mit der Farbe.

Farbe ist bei Groom nichts Statisches, sondern ein geradezu lebendiger Körper, der beständigen Permutationen unterworfen ist. Sie wird vom Künstler als Phänomen erlebt und damit als eigener Kosmos begriffen, in den der Betrachter hineintauchen kann wie in ein tiefes Meer der visuellen Sensationen und seelischen Vibrationen. Dabei bedient Jon Groom nur peripher die „klassische“ Farbfeldmalerei - etwa eines Josef Albers oder Marc Rothko. Dennoch ist es gerade die Reihe der in der Londoner Tate Gallery ausgestellten Werke Rothkos, die ihn besonders beeindruckt hat. Sie waren soeben neu installiert worden, als er den Großformaten im Alter von knapp 25 Jahren begegnete. Und tatsächlich äußerte er sich einmal dahingehend, dass er stets die Spiritualität eines Mark Rothko hat zusammen bringen wollen mit der Idee eines amerikanischen Zeitgenossen, nämlich mit Sol Le Witts geradliniger, sogenannten minimalistischen Vorstellung eines sich multiplizierenden Rechtecks und Kubus´.

 
 
   
 
Jon Groom, Between the Light # 8 , 2003, Acryl und Pigmente auf Leinwand, 180 x 210 cm
   

Jon Grooms Farbzusammensetzungen stellen sich in strengen, geometrischen Flächen dar. Es sind austarierte Mischungen, die mit großer Erfahrung Schicht um Schicht aufgetragen werden. Der Künstler haucht ihnen geradezu ein Eigenleben ein: Ein Braun etwa beginnt aus einer bestimmten Betrachterposition heraus seine Rot- und Blautöne zu offenbaren, wirkt erdig und warm, dann verändert es sich bei einem Standortwechsel hin zu einem matten Kupferton, der Licht reflektiert und bei dem Kristallines in den Vordergrund tritt. Landschaftliches und Spirituelles verbinden sich in seinen „(Licht-)Erscheinungen“. Die häufigen Aufenthalte Grooms in Norditalien und Indien haben ihre Spuren hinterlassen. Die Kompositionen wirken dabei zugleich transparent und undurchdringlich, flächig und räumlich, sowohl wie klassische Tafelbilder als auch objekthaft, beinahe skulptural.

 

 
 
Jon Groom, Neptune Light # 2, July 2006 , Acryl und Pigmente auf Leinwand, 250 x 70 cm
 

Tatsächlich gehören für Jon Groom auch diejenigen Leinwandbereiche zur Komposition, die um den Keilrahmen gespannt sind. Die Fortführung der Farbe der Frontseite in die Randbereiche steigert die Definition eines Bildkörpers bzw. das Raumvolumen des Bildes. Vielleicht wirkt hier das Faktum nach, daß Groom sein Studium der bildenden Kunst zuerst im Bereich Bildhauerei aufnahm, bevor er zum Fach Malerei wechselte.

   
Jon Groom, Installation The Many and the One , 2006, Aquarell auf 231 blättern handgeschöpftem Papier, insgesamt 465 x 320 cm, Galerie König, Hanau/Frankfurt
 

 

Das Ludwig Museum im Deutschherrenhaus zeigt exklusiv auf zwei Etagen Werke Jon Grooms aus den Jahren 2002 bis 2006 – nach 10 Jahren, als er in Mexiko ausstellte, seine nächste museale Einzelausstellung. Jon Groom wird eigens für das Ludwig Museum eine Wandinstallation erarbeiten.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Prestel Verlag, der herausgegeben wird von Robert C. Morgan und Beate Reifenscheid (144 Seiten, ca. 70 Farbabbildungen, Preis 29,95 € ).

 
   

zurück