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6. Juni bis 25. Juli 2004

 
 

Impressionen von der Ausstellungseröffnung

 
 
Milos Sobaic, Objekt ohne Bildtitel, 1972
   

Milos Sobaïc
Die Hand reichen, 1996
Hartplastik Stahl, Beton
600 x 150 x 320 cm
© Galerie Pages, Baden-Baden

 

   

Der seit 1972 in Paris lebende und arbeitende Milos Sobaïc (geb. 1944 in Montenegro) befasst sich seit Jahrzehnten in seiner Kunst mit dem Thema Mensch: Aus einer nahezu surrealen, altmeisterlich anmutenden Malerei mit unzähligen Figuren und Akteuren zu Beginn der 1970er Jahre wurden zunehmend rudimentierte Torsi, die wie Fremdkörper in einem ihnen selbst fremd gewordenen Kontext agieren. Hand und Fuß, Arm und Bein nehmen dabei nicht selten eine überproportional wichtige Dimension ein, die das Einzelne in den Blick drängt. Die klaustrophobischen Szenen, mitunter an Krankenhaus und Pathologie erinnernd, leben – in krassem Widerspruch – von der Vitalität und zupackenden Geschwindigkeit ihrer Protagonisten. Das Defizit an körperlicher Ganzheit überspielen die von Heftigkeit getriebenen Aktionen und ihre Akteure, deren menschliche Individualität verloren gegangen ist. Sobaïc inszeniert so Fragestellungen nach der körperlichen Unversehrtheit, lässt Gewalt und Tod aufscheinen und verbindet das Leblose mit Bewegtheit – Malerei und Installation werden zum Paradigma des Widerspruchs. Für die Ausstellung in Koblenz hat Sobaïc eigens eine größere Installation vorbereitet.

Die Katalogbeiträge sind u.a. von Peter Handke, Kostas Mavrakis und Beate Reifenscheid (ca. 150 Seiten); erhältlich an der Museumskasse zum Preis von 18 €.

 
 
 

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Milos Sobaïc - A Paris No. 0487216 , 2000