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Henning von Gierke - Goldener Strom
8. Februar bis 22. März 2009

 



Henning von Gierke, geboren 1947, lebt in München. Als Filmausstatter für die Filme Kaspar Hauser, Herz aus Glas, Strozek, Woyzeck, Nosferatu (Silberner Bär, Berlinale 78), Fitzcaraldo u.v.m. sowie als Bühnen- und Kostümbildner für Dr. Faust von F. Busoni in Bologna, Lohengrin von Richard Wagner, inszeniert durch Werner Herzog, bei den Festspielen in Bayreuth, Rheingold von Richard Wagner u.v.m. ist er international bekannt geworden.

Seit 1970 hat Henning von Gierke über 30 Theater- und Musiktheater-Produktionen realisiert. Unter anderem hat er mit Werner Herzog, Robert Wilson, Michael Hampe und IsaoTakashima zusammengearbeitet. Die Zusammenarbeit mit Werner Herzog setzte im Jahr 1973 ein als dieser den 25-jährigen Autodidakten Henning von Gierke als Ausstatter für den Spielfilm Jeder für sich und Gott gegen alle engagierte. Es entstanden gemeinsam fünf weitere Spielfilme und mehrere Musiktheater-Produktionen.

Was sind Sagen? Warum fassen Völker ihre Vergangenheit in mythologische Erzählungen? Warum erzählen wir unseren Kindern Märchen? Märchen, Sagen und erzählte Geschichten sind Reisen in unser Inneres, der Versuch, sich selber zu erklären und zu verstehen. Diese Suche zu visualisieren - gekleidet in Geschichten, in sich geradezu mäanderartig wiederholenden “Gesängen”, - ist das Anliegen der Ausstellung.

In seiner Malerei, die ihm die wichtigste Kunst ist, entwickelt Henning von Gierke visionär wirkende Bilder, die das Mythisch-Magische von Gesehenem und Gedachtem, von Grundsymbolen in Märchen bannen. Eine Archäologie des Erinnerns erweitert in Objektkästen und Raum-Installationen seine Ausdrucksmöglichkeiten. In den Möbeln des Erinnerungsarchivs bewahrt von Gierke dabei Fundstücke der verschiedenen Filme auf, die er ausgestattet hat. Die Schränke sind damit das Museum seiner Erinnerungen, denen er mit der Aufbewahrungsart eine neue Ordnung gibt. Jeder, dem die Filme bekannt sind, erkennt in den aufgehobenen Funstücken bestimmte Szenen wieder, etwa im Kaspar-Hauser-Schrank.


In der titelgebenden Gesamt-Installation Goldener Strom ist der Erzählfluss Henning von Gierkes in verschiedenen Arbeiten zusammengeführt: Die sich zu einem Kreis fügende Bilderzählung Rheinschwimmer, die eine Wanderung am Rhein ist, eine Erzählung vom Fließen und Verwandeln, das Erinnerungsarchiv seiner Filmausstattungen, die archäologischen Fundstätten seiner Musiktheaterarbeit, der zehnteilige Zyklus Motive, in dem von Gierke in Auseinandersetzung mit den Leitmotiven Richard Wagners seine eigenen Grundmotive definierte, eine Wunderkammer seiner Bildfindungen und der seit 2002 entstehende Zyklus Spiegelungen, der bislang 42 Ölbilder umfaßt und in Bildern von Psyche, Narziss, Amor und Aphrodite die fiktive mythologische Erzählung des Sich-selbst-im-anderen-Erkennens, der Ich-Suche und Selbstfindung im Spiegel des Gegenüber entwirft.

Das Ausstellungs-Konzept beginnt mit einer Filmlounge und der Präsentation jüngst entstandener, teilweise großformatiger Gemälde, die die Thematik aufgreifen. Werner Herzog schreibt zur Malerei Henning von Gierkes treffend:

“Als verwandle sich vor unseren Augen eine ganze Welt in Stille, so wirken die Bilder Henning von Gierkes auf den Betrachter. Es ist eine Stille ohnegleichen, die die Räume erfüllt; sie strömt durch Türen herein, die sich in Korridore hinaus öffnen, und kommt durch die offenen Fenster geflutet, von dort, wo sich weite Landschaften auftun. Von überall her strömt sie, diese Stille, versammelt sich in den Gesichtern seiner Figuren und bezieht uns ein in diese Versammlung. Und das mit einer Eindringlichkeit, wie ich das sonst nur von einigen alten Niederländern her kenne.”


Ein goldener Strom führt den Besucher vom Erdgeschoss in das erste Obergeschoss ... Dieses präsentiert sich als eine auf die räumliche Situation zugeschnittene und begehbare Gesamtinstallation: In mehreren, nacheinander zu durchschreitenden Raumkompartimenten wandert der Besucher entlang des sich windenden, immer breiter werdenden goldenen Stroms wie auf einer (Entdeckungs-)Reise durch die “Gedankengebäude” Henning von Gierkes. Nachdem dabei auch der Blick auf den unmittelbar zu Füßen des Museums vorbei fließenden Rhein geschweift ist (durch ein eigens zur Ausstellung zugänglich gemachtes Fenster), werden Sie als Besucher am Ende Überraschendes erblicken ...

Im Widerschein des Traums,
2007, 160 x 120 cm
Die Erschaffung der Erde,
Öl auf Lw., 80 x 100 cm, 1999
Aus der Serie Rheinschwimmer,
2008, insges. 40 x 800 cm, 1 von 21 Bildern

Erinnerungs-Archiv Nosferatu, 1978, 1900 x 95 x 40 cm, versch. Materialien,
dahinter:Triptychon, 130 x 360 cm, Öl auf Lw

Frühlingsfest am letzten Ausstellungstag

Sonntag, 22. März, 11.00 Uhr



Empfang mit Sekt und Canapés auf der MS “Rheingold” ... eine Rheinreise mit dem Künstler Henning von Gierke ... anschließend Führung durch die Ausstellung im Ludwig Museum mit Rolf Ohly und dem Künstler. Sie sind herzlich eingeladen zu diesem besonderen Sonntag im März! Eintritt zur FINISSAGE: 4 Euro, inkl. Empfang, Rheinreise, Museumseintritt und Führung durch die Ausstellung. Bitte melden Sie sich an unter: 0261 30 40 416 (Di-So) oder info@ludwigmuseum.org.

Um 15.00 Uhr geht´s an diesem Tag noch weiter: Die Literaturtage Koblenz - ganzOhr sind mit dem Musiker und Rezitator Oliver Steller zu Gast im Ludwig Museum! Lesung und anschließender Kreativworkshop. Die Veranstaltung wird ausgerichtet und gefördert durch die Koblenz Touristik.




Weitere Informationen zum Künstler finden Sie auf seiner Homepage: www.henningvongierke.de.

Partner der Ausstellung:



Pressekonferenz

Freitag, 6. Februar, 11.00 Uhr
Der Künstler ist anwesend.

Info: Dr. des. Christiane Morsbach M.A.
0261 30 40 415, info@ludwigmuseum.org




Preview für Lehrerinnen und Lehrer

Museumspädagogische Informationsveranstaltung in Anwesenheit des Künstlers!

Leitung: Ute Hofmann-Gill und Rolf Ohly

Dienstag, 3. Februar, 11.00 Uhr, und
Donnerstag, 5. Februar, 11.00 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

Um Anmeldung wird gebeten: 0261 30 40 416, info@ludwigmuseum.org




Eröffnung

Sonntag, 8. Februar, 11.00 Uhr

Begrüßung

Professor Dr. Joachim Hofmann-Göttig
Staatssekretär Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Einführung

Dr. Beate Reifenscheid
Direktorin

Tanzperformance Float Body

Choreografie und Konzept: Stefan Marria Marb, München, weitere Infos hier
Tanz: Stefan Marria Marb

Download der Einladungskarte


 
 

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