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Malerei2020Peinture
29. April bis 17. Juni 2012





Studenten am Modell des Ludwig Museums

Die Ausstellung MALEREI2020PEINTURE nimmt Bezug auf das gleichnamige künstlerische Forschungsprojekt, einer Kooperation zwischen der Kunsthochschule Mainz und der École des Beaux-Arts in Toulouse. Das Projekt bemüht sich um einen aktiven Dialog der beiden Länder Deutschland und Frankreich, so wie ihn auch das Ludwig Museum in Koblenz, seit seiner Öffnung 1992, pflegt. Initiiert durch Winfried Virnich (Mainz) und Katharina Schmidt (Toulouse) im Jahre 2008, steht die Wahrnehmung von Malerei aus dem Blickwinkel unterschiedlicher kultureller Prägungen im Focus.

Während zahlreicher Besuche von Museen, Galerien und Sammlungen in verschiedenen Städten Deutschlands und Frankreichs überprüften die Studierenden ihre Ergebnisse immer wieder am Objekt selbst. Die Antworten der jungen Künstler lenken den Blick in die Zukunft; nicht zufällig benannten sie ihr Projekt "2020",weil sie durch die eigene Arbeit Utopien aufzeigen und eine Plattform schaffen wollen, die in Zukunft Künstlern ermöglicht, die Diskussion über Malerei maßgeblich mitzubestimmen.

Um die Ergebnisse dieses Projektes einem großen Publikum zu präsentieren, haben die Studierenden in Kooperation mit dem Ludwig Museum ein eigenes, spannendes Ausstellungskonzept entwickelt, das zugleich eine neue Raumarchitektur vorsieht. Das Ludwig Museum arbeitet intensiv an Dialogprojekten mit dem Nachbarland Frankreich und gilt als Partnerinstitution für zahlreiche Künstler und Museen. Die eigenen französischen Positionen sowie der Ort gelten den Studierenden als ideale Voraussetzung, ihren Diskurs über die Malerei in Deutschland und Frankreich sichtbar und erlebbar zu gestalten. Eine umfangreiche Publikation zum Projekt ist gemeinsam mit dem Salon Verlag, Köln in Planung. Äquivalent zu der Ausstellung im Ludwig-Museum wird im Oktober 2012 eine zweite Ausstellung im LAC – Lieu d'Art Contemporain, Narbonne, zu sehen sein. Ermöglicht wird Malerei2020Peinture durch die großzügige Förderung des französischen Ministeriums für Kultur, des Institut Français, des Deutsch-Französischen Jugendwerks, sowie durch die Forschungsförderung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.


Folgende Künstler sind an der Ausstellung beteiligt:

Julien Alins
Bahar Assadsolimani
Alexandre Atenza
Nathalie Boulet
Elise De Castelbajac
Thomas Chivallier
Catrin Collisi
Marceau Couve
Guillaume Durrieu
Verena Erfle
Sergey Epinanov
Lucas Fastabend
Janina Gauer
Ina Gerken
Lotte Günther
Oksana Halchak
Thea Heise
Rieke Köster
Arthur Löwen
Jonas Maas
Brit Meyer
Kevin Monot
Katharina Neuses
Kwang Hee Oh
Romain Ruiz
Georg Schmittner
Philipp Schneider
Emanuel Simon
Lisa Tararbit
Constance Thieux
Chen Wang
Duan Zhao
Maria Zawieja

Ausstellungsbesprechung Studenten und Dozenten
Ausstellungsaufbau Studenten
Performance Chen Wang Duan Zhao
Presseführung




Großartige Schenkung an Ludwig Museum

Es gehört zu den besonderen Glücksmomenten im Leben einer Museumsleiterin, wenn im Laufe einer aktuellen Ausstellung ein Kunstkenner – und Liebhaber das Gespräch sucht und eröffnet, er oder sie wolle gerne das Museum unterstützen und intendiere, dies durch den Ankauf eines Werkes zu realisieren. So geschehen, bei der Eröffnung der Ausstellung der österreichischen Künstlerin Monika von Fioreschy, deren umfassende Werkschau "Transformation – Arbeiten/Works 1969 - 2011 ". Friedhelm Mennekes, Pater und Leiter der Kunststation St. Peter in Köln, hatte gerade in das Werk eingeführt und dessen Beziehung zwischen Kunsthandwerk und zeitgenössischer Kunst, mit seinen Bezügen zum Wiener Aktionismus und anderen, erläutert. Hinweise zum religiösen Aspekt von Leben und Vergehen sowie die deutliche Auseinandersetzung mit den Lebensstoffen "Blut" und "Chlorophyll" verdeutlichten den Wirkzusammenhang, in den sich das Gesamtœuvre eingliedern lässt. Die Ausstellung selbst war durch Prof. Dr. Dr. Ludwig Tavernier, Leiter des Seminars Kunstgeschichte und Kunstvermittlung der Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz, initiiert und maßgeblich begleitet worden. Unterstützt wurde sie zudem durch die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste, was den hohen Rang der Künstlerin unterstreicht.
Die Koblenzer Mäzenin, die sich spontan und zugleich nachhaltig für den Ankauf zugunsten des Ludwig Museums stark gemacht hatte, einigte sich alsbald auf ein Werk aus der Serie der sog. "Bluttransfusionen" sowie – als Ergänzung zum ersten wichtigen Werkzyklus – auf eine weitere Position aus der Serie der "Chlorophyll"-Arbeiten. Nachdem der Stadtrat im März 2012 der Schenkung an das Ludwig Museum zugestimmt hat, konnten die Werke nun am vergangenen Sonntag im Rahmen des "Internationalen Museumstags" der Öffentlichkeit und der Presse vorgestellt werden. Sie befinden sich nun dauerhaft in der Sammlung des Ludwig Museum. Ein Glücksfall!

Übergabe der Schenkung am 20.05.2012
mit Prof. Dr. Dr. Tavernier und
Dr. Beate Reifenscheid vor dem Werk
Chlorophyll-Transfusion
Foto: Helmut Beier
Bluttransfusion 1994, 80x80,
Blut, Silikonschlauch, Acrylbox
Foto: Helmut Beier
Chlorophyll-Transfusion 1998, 56x63, Chlorophyll,
Bonsaibaum, Silikonschlauch
Foto: Helmut Beier

 
 

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