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Der Blick nach Frankreich

   
     

Die Ausrichtung des Museums auf französische Kunst des 20. Jahrhunderts, vornehmlich der Entwicklungen nach 1945 bis hin zu aktuellen Positionen, ist in Deutschland einmalig. Sammlung Ludwig und wechselnde Ausstellungen beleben sich durch einen gegenseitig fruchtbaren Dialog, der Bezüge und Inhalte schafft bzw. erweitert.

Uns ist wichtig, diese Einmaligkeit auszubauen. Wir sind ein junges, vitales Museum, das sich der Vermittlung der Kunst des Nachbarlandes verschrieben hat. Wir wollen aktuelle Entwicklungen ebenso zeigen wie die Kontinuität und Klassik des 20. Jahrhunderts (z.B. André Masson 1997; Jean Lurçat 2001). Dazu schauen wir nicht nur nach Frankreich, sondern nehmen auch wichtige Fragestellungen der internationalen Kunstszene auf. Auch dies richtet sich häufig genug auf wechselseitige Einflüsse und künstlerische Befruchtungen, wie z.B. in der großen Ausstellung „Deutschland Frankreich. Dialoge der Kunst im XX. Jahrhundert“ (1999). Hinzu kommen wichtige monographische Ausstellungen, die sich als ergänzende Sicht auf unsere Sammlung verstehen: „Arman - works on paper„ (2000); Ben Vautier - Ist das Nichts wichtig?“ (2002), Bernar Venet - Werke der 60er bis 90er Jahre“ (2002) oder Fragen mit gesellschaftlicher Relevanz: „Bettina Rheims & Serge Bramly, I.N.R.I. (2000), Lucinda Devlin: Omega Suites„“(2002) oder „Cultural Identity? - Beni Cohen-Or, Hegameh Mahvi, Masumi Hayashi, Qi Yang“ (2002).

Durch das dichte Netz an Museumsinstitutionen, die durch die Sammlung und das Ehepaar Ludwig weltweit ins Leben gerufen worden sind, ist es dem Ludwig Museum in Koblenz möglich, bedeutende Koalitionen mit großen Museen einzugehen. Dies war und ist bei umfangreicheren Ausstellungsvorhaben entscheidend, wie z.B. im Herbst 2002, als alle Exponate aus dem Staatlichen Russischen Museum in St. Petersburg gekommen sind: „Das silberne Zeitalter - Symbolismus in Rußland“.

Wir arbeiten mittlerweile nicht nur eng mit zahlreichen Institutionen und Museen in Frankreich zusammen, häufig mit Unterstützung der Französischen Botschaft und der AFAA, sondern pflegen ebenso enge Verbindungen zu amerikanischen Künstlern und Institutionen, nach Südeuropa, zum vorderen Orient, den Vereinigten Emiraten, nach China u.s.w. Unsere Intention ist es, völkerübergreifend relevante Positionen der Kunst zu zeigen und zu fördern.

Wir sind aktuell und innovativ, ohne unseren lokalen Standort und die Region zu vernachlässigen. Uns ist das Feedback unserer Besucher wichtig. Wir versuchen im Rahmen unserer Möglichkeiten ein attraktives Zusatzprogramm zu realisieren, das von Vorträgen, Künstlergesprächen, Konzerten, Museumsfesten, Museumsnächten, u.v.m. geprägt ist. Wir leben, wenn man über uns spricht und mit uns in einen Dialog tritt.

 
     
 
Außenansicht Museum