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1935
Peter Klasen wird in Lübeck geboren.
Ab 1956
Studium an der Hochschule für Bildende Künste Berlin bei
Hann Trier.
1959
Klasen geht als Stipendiat nach Paris.Er erlebt dort das Aufkommen
der nouveaux réalistes (Spoerri, Klein, Tinguely u. a.),
die - in Reaktion auf die vorherrschende Abstraktion - auf unterschiedliche
Weise die Realität wieder in die Kunst einbeziehen wollen.
Etwa zeitgleich treten die affichistes (Dufrene, Hains, Villéglé,
Rotella) in Erscheinung, die dicke Plakatschichten durch die Aktion
des Abreißens von den Wänden in den Rang von Kunstwerken
erheben.
1962
Erste Ausstellungsbeteiligung in Paris im Centre américain.
Ab 1963
Ausstellungsbeteiligungen und ab 1966 erste Einzelausstellungen
in Frankreich, Belgien und Deutschland. Der Einfluß der Pop
Art schlägt sich in Klasens Bildern, häufig Kombinationen
von Acrylmalerei mit Collage- bzw. Assemblageelementen, nieder.
In der zweiten Hälfte der 1960er Jahre teilt er seine Bilder
häufig in waagerechte Zonen ein. Wiederkehrende Motive Klasens
in den 1960er Jahren sind Ausschnitte aus Frauenkörpern, diverse
Armaturen wie Steckdosen, Schalter, Wasserhähne, Griffe von
Schubladen usw.(gemalt oder appliziert) sowie das Mobiliar von Praxen
und Badezimmern. Durch das modellierende Malen mit fließend
ineinander übergehenden Farbabstufungen erzielt Klasen eine
sehr plastische Wirkung seiner Bildgegenstände. Insbesondere
die gemalten Armaturen scheinen die Bildfläche zu durchstoßen
und suggerieren, daß der Betrachter nach ihnen greifen könnte.
1968
Im Rahmen der L´art vivant 1965-68 der Stiftung
Maeght realisiert Klasen die Installation Bidet, eine
Hommage an Marcel Duchamp.
Um 1974/75
Klasen malt erste enfermements; großformatige
Bilder, die, dicht an der Bildfläche, flächenparallel
und die gesamte Leinwand einnehmend, Rückfronten von LKWs,
Gittertüren und aufwendige Verriegelungen zeigen. Die mit Acrylfarben
gemalten Bilder entfalten eine große plastische Wirkung.
1979/80
Die Einzelausstellung Keep out wird in Aachen, Utrecht,
Lübeck und Berlin gezeigt.
1981/82
Erster New York-Aufenthalt. Klasen photographiert die Graffiti an
den Wänden. Eine große Panzertür inspiriert ihn
zu der großformatigen gemalten Porte Blindèe
(Sammlung Adrien Maeght, Paris), auf der sich dreißig Künstler
verewigen.
Ab 1984
Es entstehen Werke bzw. Zyklen, die Klasens Auseinandersetzung mit
aktuellen politischen Themen und politischer Geschichte widerspiegeln
(Récits et avis de recherche, Hiroshima; Le
mur de Berlin). Klasen nimmt Aufträge für Fresken
in öffentlichen Gebäuden in Frankreich an.
1989
Erste Bronzen werden ausgestellt. Übersiedlung nach Chateauneuf-de-Grasse.
1990
Der Zyklus zur Berliner Mauer von 1988 wird in den Vereinigten Staatern
ausgestellt.
Peter Klasen lebt mit Frau und zwei Töchtern in Chateauneuf-de-Grasse.
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