Zur Homepage des Ludwig Museums Koblenz
         
   

Zur Biografie von Jean Le Gac

   
   


1936
Jean Le Gac wird am 6. Mai in Tamaris bei Alès (Gard) geboren.

1955-58
Wird am Lycée Jeanson-de-Sailly in Paris zum Lehrer der bildenden Künste ausgebildet. Heiratet seine Studienkollegin Jacqueline Denoyel.

1959
Erste Photoarbeiten. Tätigkeit als Kunsterzieher in Bethune in Nordfrankreich. Malt in seiner Freizeit und setzt sich auf diese Weise mit aktuellen Kunstströmungen auseinander.

1968-71
Nach dem Fehlschlagen erster Ausstellungsversuche konzentriert sich Le Gac auf die Arbeit an dem Projekt „Les Cahiers“ (Museum Moderner Kunst - Stiftung Ludwig, Wien); einer fiktiven Dokumentation über den Versuch eines Reporters, einem Maler auf die Spur zu kommen, festgehalten in 26 Heften, ergänzt um 31 Photographien. Die Arbeit wird von Harald Szeemann entdeckt und 1971 auf der fünften documenta ausgestellt.

1973
Le Gac wird von dem New Yorker Galeristen John Gibson unter Vertrag genommen, der sein Werk in den USA bekannt macht.

1981-84
Angeregt durch das Ausprobieren von Pastellkreiden entsteht eine Reihe von Diptychen, die die - wiederum fiktive - Geschichte eines Malers dokumentieren, der auf unbeholfene Weise Kinderbuchillustrationen kopiert. Große Pastellzeichnungen und stark vergrößerte Photos Jean Le Gacs in der Rolle des Kopisten werden durch erläuternde Texte ergänzt.

1986-87
Kopiert weiterhin Illustrationen aus Kinderbüchern und kombiniert die Ergebnisse, auf großen Leinwänden festgehalten, mit alten Filmprojektoren.

In den 1990er Jahren greift Le Gac frühere Photoarbeiten wieder auf und konfrontiert den Betrachter mit monumental vergrößerten Ausschnitten einzelner Photos, um die Dokumentation über den nicht greifbaren Maler - den „Phantom-Maler“, so der Titel einer Retrospektive, die 1992 im Badischen Kunstverein Karlsruhe und der StadtGalerie Saarbrücken gezeigt wird - zu ergänzen und ihm auf der Spur zu bleiben.