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1934
geboten in Fontenay-aux-Roses, Hauts de Seine (Frankreich).

1955-57
Studium der Malerei; Auseinandersetzung mit Kubismus und Futurismus; Figurative Arbeiten (Porträts, Landschaften, Stilleben).

1957
Begegnung mit Yves Klein.

1958
Erste monochrome rote Tafelbilder, Strukturierung der pastosen Bild­oberfläche mit Hilfe von Spachteln, Löffel- und Messerrücken oder Gabelzinken.

1959
Monochrome, rote Strukturbilder; Konzentration auf die Farbe Rot als Ausdruck von Feuer zur Erzeugung von Farb- und Lichträumen.

1960
Erste monochrome Nagelbilder.

1960-71
Reihe roter Nagelbilder in vier unterschiedlichen Phasen.

1. Phase
(1960-62): Die durch eine pastos aufgetragene Farbmasse geschlagenen Nägel verschwinden fast unter der roten Farbe.

2. Phase
(1962-65): Lange Nägel werden von der Rückseite her durch die Holzplatte geschlagen, Nagelspitzen und zersplittertes Holz auf der Vorderseite werden mit roter Farbe bedeckt.

3. Phase
(1965-67): Exakt geometrische, kristalline oder sternförmige Nagelstrukturen.

4. Phase
(1967-71): Nagelbilder mit dünnem fluoreszierenden Farbauf­trag.

1961
Erste Feuerbilder; geometrisch serielle Streichholzstrukturen; Feuerwege; Feuerobjekte.
Erstmals Veröffentlichung kunsttheoretischer Texte im Zeitschriften und Katalogen der ZERO-Gruppe.

1962-68
Feuerbilder und Feuerobjekte

1965
„Je suis un réaliste": Programmatische Erklärung Aubertins zu seinen Werken.

1969
Erste Werke der „Lawinen"-Serie; transparente Plastiksäcke, gefüllt mit Nägeln, Wasser, Abfällen, farbigem Puder oder Asche werden an einem Holzgestell aufgehängt, der Inhalt rieselt – wie in einer Sanduhr – langsam nach unten. Später verwendet Aubertin für die Füllung nur noch Aschenreste verbrannter Bücher.

Seit 1969
Parallele Weiterentwicklung der Feuerbilder, Feueraktionen, monochromer roter Bilder und großformatiger Nagelbilder.

1975
Übersiedlung nach Brest; erste monochrome rote Bilder, die mit Eisen­draht konstruiert sind.

1983
Serie der Feuer-Zeichen; kleine rechteckige verbrannte Holztafeln, auf dem schwarzen verkohlten Grund rote Farbspuren; monochrome rote Bilder aus sich horizontal und vertikal kreuzenden Gittern.

1984-85
Serie von roten Nagelbildern mit Splittern, darunter fünf rote Nagelbilder mit Splittern in großem Format: 100 x 100 cm.

1985
Rückkehr nach Paris.

Seit 1985
Schwarz rote Pastelle der Serie „Glut"; Performance: „Glut" festgehalten in schwarzen und roten Pastellen, monochrome rote Pastelle.

1986
Feuer-Zeichnungen; monochrome rote Pastelle mit den Titel „fumée rouge".

1987
Eine sich drehende Feuerscheibe mit 60 cm Durchmesser; monochrome rote Bilder mit Feuerschutzgittern; durchlöcherte Kartons mit Schräg­kanten, rot angemalt und auf Leinwand aufgezogen.

1988
Serie von kleinen monochromen Bildern, die mit einem Frottiertuch ausgeführt wurden; auf Karton geklebtes und rot angemaltes Badetuch; mo­nochrome rote Bilder, die mit Reliefpunkten ausgeführt wurden: „Parpaing"

1989
Feuer-Gedichte; monochrome schwarze Bilder, die in Brandmalerei und mit der Lötlampe ausgeführt wurden.

1990
Beginn der Serie „Parpaing" auf Holz (von einem Tischler hergestellte Kästen mit unterschiedlichen Abmessungen).

1988-93
Ende Oktober 1988 Beginn der „Deuzième mur d'Allemagne", 27 durchlöcherte Aluminiumtafeln in lebendigem Rot bemalt und 27 durchlöcherte und angebrannte Holztafeln; Am 4. Januar 1993 sind in Reutlingen die 54 Tafeln vollendet.
1991 Übersiedlung nach Reutlingen.

1992
Im Februar 1992 Beendigung des 300 x 200 cm großen Triptychons „Le grand incliné face sud de l'infini incandescant", das Teil der Serie „Parpaing" auf Holz ist. Redaktion der Autobiografie.

1993
Umzug in die Stiftung für Konkrete Kunst, Reutlingen. Seit Mai Arbeit an der Serie „Plein Rouge".

1995
Beendigung der Serie „Plein rouge", 100 monochrome rote Bilder der Größe 150 x 100 cm, die alle mit dem Spachtel auf Karton ausgeführt sind.

1995/96
Seit Mai 1995 Arbeit an neuen Bildern, die mit dem Spachtel auf Lein­wand ausgeführt sind. Hunderte von Farbschichten dreierlei verschiede­nen Rots werden ausgebreitet: leuchtendes Kadmiumrot, Zinnoberrot, dunkles Kadmiumrot. Diese Rottöne bilden die Dicke des Werkes, das reichlich über die Leinwand hinauskragt.

1997
Am 11. Juli Abschluss der Serie neuer Bilder, die mit dem Spachtel auf Leinwand ausgeführt sind. 100 monochrome Bilder sind beendet. Übergabe des Archivs von Aubertin an die Stiftung für Konkrete Kunst. Beginn der Serie „Nouveau Rouge".