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FAMILIENSONNTAG zur FINISSAGE der Ausstellung

Familienführung mit Museumspädagoge Rolf Ohly und der jungen Schülerin Irina Thümmler aus Koblenz (15.00 Uhr), Kinder-Workshop mit Rolf Ohly: „Fliesen bemalen mit orientalischen Mustern“ (15.45 Uhr),

Lesung und Musik für Groß und Klein (16.45 Uhr), Kulinarisches (den ganzen Nachmittag) …

Diese spannende Mischung können Sie bei Pfefferminztee und Datteln genießen!

Special-Guests zur Lesung mit Musik: Suleman Taufiq (aus Damaskus, Literatur-Preisträger der Stadt Aachen) und Raed Khoshaba (aus Baghdad), Laute-Spieler. Sie sind ein Team: Der eine liest aus seinen Büchern, arabische Erzählungen und Gedichte im Besonderen, der andere spielt traditionelle arabische Musik wie Samaii, Bashraf und Longa.

Sonntag 15.06.08, 15-18 Uhr.


Raed Khoshaba

Raed Khoshaba

Raed Khoshaba wurde in Bagdad geboren. Er studierte Laute bei Salem Abdul Karem am Konservatorium von Bagdad, womit er sich die besten Voraussetzungen für seine weitere musikalische Entwicklung schuf. Sein Lehrer gehört zur berühmten Bagdadschule des Lautenspiels, mit der man in der arabischen Welt die Renaissance des Lautenspiels in Verbindung bringt. Er erhielt sein Diplom für Laute und studierte Musikwissenschaft an der Bagdad Universität.

1986 gründete Mounir Bashir, einer der großen Lautenmeister und damalige Direktor des Konservatoriums, aus den besten Studenten die Musikgruppe "Al Bayarek" zu der auch Raed Khoshaba gehörte. Er spielte sieben Jahre in diesem Ensemble. Diese Zeit wurde zum Wendepunkt seiner musikalischen Laufbahn. "Al Bayarek" ging zusammen mit Mounir Bashir auf Konzerttournee in verschiedenen europäische und arabische Länder.

Er lebt heute in Aachen.

Khoshabas Erfolg beruht auf seiner ausgefeilten Technik des Lautenspiels. Außerdem ist er einer der originellsten Komponisten und Interpreten auf diesem Instrument. In seiner Musik bleibt seine detaillierte Kenntnis und spirituelle Bindung an die frühe arabische Kunstmusik stets erkennbar. Er hat die Möglichkeiten des Lautenspiels bedeutend erweitert.

Khoshaba gehört zu den wenigen Musikern, denen es gelungen ist, in der arabischen Welt Solo-Oud-Konzerte zu geben. Er spielt vor allem traditionelle irakische Improvisationen und eigene Kompositionen. Im Laufe der Jahre entwickelte Khoshaba seine Technik des Lautenspiels und komponierte neue Stücke für die Laute, die das erweiterte Spektrum dieses Instruments berücksichtigen.

In Deutschland gründete er das Bagdad Ensemble für Irakische klassische Musik, das Ourouk Ensemble, welches die arabische und andalusische Kultur sowie Jazzelemente in einer ganz besonderen Atmosphäre präsentiert.

In der belgischen Stadt Liege gründete er ein Zentrum für arabische Kultur, wo er Oud unterrichtet.





Raed Khoshaba

Suleman Taufiq

Suleman Taufiq (* 1953). Er wuchs in Damaskus auf und besuchte dort die Schule. Nach dem Abitur 1971 kam er nach Deutschland und studierte dort Philosophie und Komparatistik. Seit 1983 lebt er als freier Schriftsteller und Publizist in Aachen. 1978 veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband auf Deutsch.

Neben Erzählungen und Essays veröffentlicht er Gedichte und übersetzt viele arabische Werke ins Deutsche, sowie zahlreiche deutsche Dichter ins Arabische. Außerdem schrieb er Geschichten für Kinder. Bekannt ist er auch als Autor für den WDR, HR, DLR Kultur und die Neue Zürcher Zeitung.

1983 erhielt er den Literatur-Preis der Stadt Aachen, 1990 ein Arbeitsstipendium für Schriftsteller des Kultusministeriums in NRW. Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Warten. Prosa, Lisan Verlag, Basel 2005.
  • Dinge, die andere nicht sehen: 20 Lyrikerinnen aus dem arabischen Raum; (Herausgeber und Übersetzer) Lisan Verlag, Basel 2006.?
  • Was weißt du von mir. Liebesgedichte, Edition Orient, Berlin 2004.
  • Oh wie schön ist Fliegen. Kinderbuch. Edition Orient, Berlin. 3. Auflage 2006.
  • Frauen in der arabischen Welt (Hrsg. und Übersetzer). dtv, München 2004.
  • Arabische Erzählungen (Hrsg. und Übersetzer) dtv, München 2004.
  • Neue Arabische Lyrik (Hrsg. und Übersetzer) dtv, München 2004.
  • Mondtheater, Gedichte, Verlag Donata Kinzelbach, Mainz 2001.
  • Der wahre Schleier ist das Schweigen (mit Jutta Szostack) Fischer Verlag, Frankfurt/M 1995. Neue Auflage Herbst 2001
  • Spiegel des Anblicks, Gedichte, Edition Orient, Meerbusch 1993.
  • Wir sind fremd wir gehen fremd. Gedichte. Klenkes Verlag, Aachen 1978.
  • Layali. Gedichte. Klartext Verlag, Essen 1984.
  • Das Schweigen der Sprache. Gedichte. Edition Orient, Berlin 1988.
  • Im Schatten der Gasse, Erzählung. Edition Orient, Berlin 1992. 2. Auflage 2006
  • Dies ist nicht die Welt, die wir suchen (Hrsg.) Anthologie. Klartext Verlag, Essen 1983.
  • Zu Gast bei den Entwickelten (Hrsg. mit S.Pater ) Pad Verlag, Dortmund 1985.
  • Mittenaus Mittenein, Irakische Lyrik (Hrsg. und Übersetzer mit K. Al-Maaly und S. Weidner). *Das arabische Buch, Berlin 1993.

  • Übersetzungen
    Aus dem Arabischen
  • Joumana Haddad: Damit ich abreisen kann. Gedichte. Lisan Verlag, Basel 2006.
  • Girges Shoukry: Was von uns übrig bleibt, kümmert niemanden". Gedichte; Sabon-Verlag, St.Gallen 2004
  • Adonis: Der Baum des Orients. Gedichte. Edition Orient, Berlin 1989.
  • Sargoun Boulus: Ein unbewohnter Raum. Erzählungen. Edition Orient, Meerbusch 1996
  • Laila Al Osman: Die Wände zerreißen. Erzählungen. Edition Orient, Berlin 1988. 2. Auflage 1992
  • Alifa Rifaat: Erste Liebe, letzte Liebe. Erzählungen. dtv, München 1992.
  • Alifa Rifaat: Die letzte Nacht nach Tausend Nächten. Erzählungen. Edition Orient, Berlin 1991.
  • Ghada Samman: Mit dem Taxi nach Beirut. Roman. dtv, München 1993
  • Nawal El-Saadawi: Schador, Frauen im Islam (Mitübersetzer). Con- Edition, Bremen 1980


  • Aus dem Deutschen
  • Kurt Rothmann: Kleine Geschichte der deutschen Literatur. Ouidat Edition. Beirut- Libanon, 1989.
  • Gedichte von Ursula Krechel, Hans Magnus Enzensberger, Hilde Domin, Sarah Kirsch, Friederike Roth, Rolf Dieter Brinkmann, Guntram Vesper, Rolf Haufs, Reiner Kunze, Peter Rühmkorf, Bertolt Brecht, Heiner Müller, Friedrich Christian Delius, Günter Kunert, Karl Krolow, Schiller, Lessing, Friedrich Rückert, Goethe, Novalis, Friedrich Hölderlin, Joseph von Eichendorff, Adelbert von Chamisso, Christian Morgenstern, Achim von Arnim, Friedrich Nietzsche, u.v.a.

 

 

 
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