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eine Stilrichtung der modernen Malerei, 1907/08 von P. Picasso
(Les Demoiselles d'Avignon") und G. Braque in konsequenter
Weiterentwicklung der Malweise P. Cézannes und als Reaktion
auf den Fauvismus begründet. In seiner
ersten Phase führte der Kubismus die darzustellenden Gegenstände
auf ihre stereometrischen Grundformen (Kugel, Kubus, Zylinder, Kegel)
zurück, zerlegte sie und verband ihre Elemente simultan zu
flächigen Bildgefügen, wobei die Farbe eine untergeordnete
Rolle spielte (analytischer Kubismus). In einer zweiten Phase, verkörpert
besonders durch Werke von J. Gris, wurde Form konstruierend aus
Formelementen zusammengesetzt, die prismatische Zerlegung ebenso
aufgegeben wie die Farbaskese und der Linie wieder eine Ausdrucksfunktion
zuerkannt (synthetischer Kubismus). Der Kubismus, zu dessen Bildtechniken
seit 1914/15 die Collage gehörte, vereinte visuelle und geistige
Erfahrung und schuf wichtige Voraussetzungen für das Entstehen
der abstrakten Kunst. Vom Kubismus weitgehend abhängig und
ihm zumindest zeitweilig verbunden waren u. a.: F. Léger,
M. Duchamp, J. Villon, M. Chagall, die Künstler des Blauen Reiters", des
Futurismus
und des niederländischen Konstruktivismus.
Quelle: wissen.de
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