Gao Xingjian, La Fin du monde, 2006, Chinatusche auf Leinwand, 240 x 350 cmGao Xingjian wurde 1940 in Ganzhou, Ostchina, geboren. Bis 1962 studierte er am Institut für Fremdsprachen in Peking französische Literatur.
Er wurde dann im Zuge der Kulturrevolution zur "Umerziehung" aufs Land geschickt. 1987 verließ er China endgültig und lebt seither
in Paris und ist seit 1998 franz. Staatsbürger. Im Jahr 2000 wurde er mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet. Bis heute kann er in
China nicht ausstellen und wird dort mit seinen literarischen Werken nicht zur Kenntnis genommen. Sein neuestes Buch
"Das Buch eines einsamen Menschen", 2004, gilt bereits jetzt als zentrales Werk seiner literarischen Produktionen.
Gao Xingjian gilt zugleich als sensibler Maler, der mit völlig traditionellen chinesischen Mitteln, Reispapier und Tusche,
abstrakte Bilder formuliert, die im weitesten Sinne an Landschaften und innere Welten sowie kosmische Vorgänge erinnern. Mit nur wenigen
Akzenten vermag es Gao die Tusche zu modellieren.
Als Erstpräsentation wird der neue Zyklus "La Fin du Monde" im Ludwig Museum gezeigt: 14 zum Teil monumentale Tuschebilder. Wichtige Ausstellungen in Europa und Asien (Taiwan, Indonesien, Hongkong) dokumentieren seine internationale Wertschätzung.
Zusammen mit dem Künstler wird eine neue Ausstellung konzipiert. Es erscheint ein Katalog (dt./frz.) mit etwa
152 S. und ca. 110 Farbabb. zum Preis von ca. 20 €.
Internationaler Museumstag, Sonntag, 20. Mai, 11 bis 18 Uhr, in Anwesenheit von Gao Xingjian mit vielfältigen
Aktionen, wie Lesung, Musik, Workshops und Kulinarischem! >> Mehr Infos und Programm
Gao Xingjian, Le Château, 1992, Chinatusche auf Reispapier, 80 x 76 cm
Gao Xingjian, L´Impression d´un rêve, 1986, Chinatusche auf Reispapier, 64 x 51 cm
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