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"Exzentrisch, unverschämt und ordinär – Klaus Kinski, den kaum jemand mochte, war seit Jahrzehnten ein Lieblingskind der Medien. Er pöbelte und fluchte, räkelte sich unflätig auf den Couchgarnituren der Fernsehstudios … und gefiel sich in der Rolle des ewig potenten bösen Königs unter lauten biederen Hofschranzen .“ (Verena Lueken, Märtyrer der Männlichkeit. Zum Tod von Klaus Kinski, FAZ 27.11.1991).
Kinskis Karriere begann 1953 in Berlin, wo er mit Borislaw Barlog zusammenarbeitete. Doch bereits kurz darauf brach Kinski mit diesem. Rasch machte er sich neben den Schauspielrollen am Theater auch als Rezitator und Lyrik-Interpret einen Namen: Werke von Baudelaire, Nietzsche, Villon und Dostojewskij brachte er mit seiner facettenreichen, rauchig-gebrochenen Stimme eindrücklich auf Schallplatte. Seine internationale Karriere begann mit den unzähligen Edgar-Wallace-Filmen, in denen er immer die exzentrischsten Nebenrollen bekam. Er selbst fand diese Filme später allesamt „zum Kotzen“. Herausragend und dann auch entsprechend gewürdigt waren zwei Filmrollen: die vom unglücklichen Vampir in „Nosferatu“ (1980 von Werner Herzog), was ihm mehrere Auszeichnungen als bester Schauspieler des Jahres 1980 einbrachte und die Rolle des Kopfgeldjägers in Sergio Corbuccis „Il grande Silencio“ („Leichen pflastern seinen Weg“).
Die Ausstellung zum Leben und Werk von Klaus Kinski wurde bereits in mehreren Städten in Deutschland mit jeweils großem Erfolg gezeigt. Sie umfasst historische Fotos, Theater- und Filmplakate, Briefe, Zeitungsartikel, Buchmanuskripte, etc. (insgesamt ca. 360 Exponate).
Eine Ausstellung von Reichelt
und Brockmann, Mannheim, zgl. Katalogbuch, hrsg. von Peter
Reichelt und Ina Brockmann, dtv-Verlag, 2001 (288 Seiten).
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