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Die Bilder sind tief empfunden, gleiten aber nicht
ab in Transzendenz, Metaphysik, Irrationales. So ein Bild
ist nicht nur ein Fest für's Auge, es ist auch eitel Freude,
das Malen. Schöpferische, nicht entfremdete Arbeit ist
das eine, Witz und Verdrehtheit als ständige Begleiter ist
das andere, da muß 'ne Gurke rein. Ein beknacktes Nashorn
- Middendorf erkundet das Volumen, den Bildraum - steht da
auf der Leinwand, wie das dumm guckt, wie bekloppt, und
Kaufhauskunst ist viel humorvoller als die Monochromen. Klischees
und Konventionen, auch sprachliche, werden ironisch aufgebrochen
[...]. Medien werden spielerisch untersucht und benutzt, wir
haben es mit aufgeklärten Verbrauchern zu tun, man malt, zeichnet,
filmt, fotografiert, macht Video und Performance, immer mal
wieder wird Neues ausprobiert. Die Kunst ist hot, aber
die Künstler sind cool, lässig, professionell."
Ernst Busche, Heftige Malerei, Ausst. Kat.
Berlin 1980
Die Sammlung des New Yorker Geschäftsmanns Martin Sanders
ist geprägt von Leidenschaft und persönlicher Beziehung
zu den Künstler der Selbsthilfe-Galerie am Moritzplatz,
Berlin. Martin Sanders traf Anfang der 80er Jahre auf die
Neuen Wilden und begann
als einer der Ersten vorbehaltlos zu sammeln. Als Spiegelbild
eines Sammlers, dominiert von seiner persönlichen Freundschaft
zu Rainer Fetting, der die Sammlung allein quantitativ überragt,
sind die Werke der Kollektion bereichert von frühen Arbeiten
, Elvira Bach, Peter Chevaliers, Helmut Middendorf, Salomés,
begleitet von herausragenden Werken von Markus Lüppertz
und K.H. Hoedickes. Die Ausstellung wurde zudem durch wenige
Werke Chevaliers, Middendorfs, Zimmers und der letzten gemeinsam
herausgebrachten Mappe der Galerie am Moritzplatz
erweitert. In der Ausstellung sind diverse Filme der Künstler
zu sehen.
Zur Ausstellung ist ein Katalog
im Kerber Verlag erschienen.
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