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Im Zeitalter weitreichender politischer und gesellschaftlicher
Globalisierung sowie immer rascherer elektronischer Vernetzung
wird die Frage nach einer kulturellen Identität"
gleichermaßen relevant wie auch obsolet. Was bedeutet
es heute noch, sich seiner persönlichen Traditionen,
seines eigenen kulturellen, religiösen und ideellen Umfeldes
bewusst zu sein? Inwieweit kann die Herkunft tragfähig
sein, wenn es gilt, in einem fremden Lebenskontext neue Konzepte
zu entwickeln? bilden das Überlieferte und das Neue eine
Synthese?
Die Ausstellung Cultural Identity" stellt vier
Künstler vor, die mit sehr individuellen Positionen ihre
aktuellen Arbeiten präsentieren. Allen gemein ist, dass
sie vor Jahren ihr Heimatland verließen und sich in
neuem kulturellem und sozialem Umfeld zurechtfinden mussten.
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Versammelt sind Werke von
Beni Cohen-Or (Israel/ Deutschland) Masumi Hayashi (Japan/USA)
Hengameh Mahvi (Iran/Australien) und
Qi Yang (China/Deutschland)
Jeder von ihnen bedient sich eines anderen Mediums: Gestische
Malerei, Konkrete Kunst, Fotografie und Installation akzentuieren
die je verschiedenen Arbeitsansätze. Mit Blick auf die
Lesart der gesamten Ausstellung entstehen Dialoge zwischen
den einzelnen Modi des künstlerischen Ausdrucks, und
so wird auch die titelgebende Fragestellung als eine übergeordnete
Suche jedes einzelnen nachvollziehbar. Jeder gelangt auf dem
ihn authentisch widerspiegelnden Weg zu seiner künstlerischen
Sprach. Dennoch werden, selbst bei aller Orientierung an die
sogenannte westliche" Kunst, die Spuren des woher"
transparent.
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