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VITALI STESIN - Das Vermessen von Raum und Zeit
12. September bis 24. Oktober 2010

Vitali Stesin

Vitali Stesin wurde 1940 in Moskau geboren. Nach einem nicht abgeschlossenen Studium der Chemie begann er Anfang der 1960er Jahre intensiv zu malen. Wesentliche künstlerische Impulse erhielt er als Autodidakt beim Restaurieren von Ikonen und im engen Kontakt mit Vertretern der inoffiziellen russischen Neo-Avantgarde. Seine ersten Werke - Zeichnungen, Aquarelle und Skulpturen - wurden im Rahmen von Wohnungsausstellungen in Moskau gezeigt. 1973 emigrierte er nach Israel, wo seine abstrakten Ölbilder in Kunstkreisen wachsende Anerkennung fanden. Seit 1975 ist er an zahlreichen Atelier- und Gruppenausstellungen in Genf und Köln beteiligt gewesen. Wien und Köln werden für ihn Lebens- und Arbeitsschwerpunkte. Seine Formensprache, in der abstrakte Symbole und konkrete Zeichen eine einzigartige Symbiose eingehen, greift auf den europäischen Konstruktivismus zurück und entwirft eigenwillige, architektonisch anmutende Strukturen. Die Zeichnungen, Aquarelle und Ölbilder zeugen durchgängig von einer sensiblen malerischen Qualität, die in einer verdichteten abstrakten Formensprache zum Ausdruck kommt. Wie in organischen Mikrokosmen überlagern und verdichten sich Farben und Formen, die vielschichtige Assoziationen hervorrufen. Die Bildfläche ist bis zu den Rändern vollständig ausgefüllt, fast erscheint es, als handele es sich um ein horror vacui, ein Zurückschrecken vor der Leere. Da bieten sich die Strukturen zunächst geradezu als ein chaotisches Durcheinander an, scheinen sie sich ins Unendliche über die Bildgrenzen hinaus forzusetzen. Tatsächlich aber “sortiert” sich alles zu einer durchdachten Ordnung von Raum und Zeit. Mit den religiösen und philosophisch-mathematischen Titeln, die Vitali Stesin dabei seinen Kompositionen gibt, stellt sich der Künstler schließlich zuletzt auch als ein nonkonformistischer “Mystiker” dar.

Sein Werk wird im Ludwig Museum erstmals in einer repräsentativen Werkschau gezeigt. Wir haben über 50 Buntstiftzeichnungen, mehr als 40 Ölbilder, wenige Holzskulpturen sowie eine Reihe von Jugendzeichnungen aus über vier Jahrzehnten dazu zusammengestellt. Damit gelingt es, das Werk von Vitali Stesin als einem bislang zu wenig gewürdigten Künstler erstmals umfassender zu sichten und wissenschaftlich zu beleuchten.

Zu der Ausstellung entsteht ein zweisprachiger Katalog im Verlag Silvana Editoriale, Mailand.

Als Partner der Ausstellung konnte die Culture Hall in Petach Tikwa, Israel, gewonnen werden, die die Schau im Herbst 2011 zeigen wird.

Der nichtendende Gedanke, öl auf Papier,
2002-2008, 73 x 102 cm
Geburtsstätte der wichtigsten Ereignisse,
Öl auf Leinwand, 1980-2001, 140 x 100 cm
Drei Herzen gingen im Weltraum spazieren,
Buntstiftzeichnung, 2008, 73 x 102 cm
Vitali Stesin, Fragen und Antworten,
60 x 80 cm, unbezeichnet

Eröffnung Sonntag, 12. September 2010, 11.00 Uhr

Begrüßung:
Detlef Knopp, Kulturdezernent der Stadt Koblenz
Wilhelm Pfeistlinger, Direktor Österreichisches Kulturforum, Berlin/Botschaftsrat für kulturelle Angelegenheiten
Dr. Beate Reifenscheid, Direktorin Ludwig Museum, Koblenz

Einführung:
Prof. Dr. Wolfgang Schlott, Universität Bremen

Musikalische Begleitung:
Prof. Igor Epstein, Geige, Leiter Weltmusik und Klezmer Akademie Köln
Vitali Stesin wird zugegen sein.

 
 

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