PETER KLASEN - Vorsicht Hochspannung!
16. Mai bis 1. August 2010
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Familiennachmittag zur Ausstellung Peter Klasen - Vorsicht Hochspannung! am letzten Ausstellungstag:
Sonntag, 1. August 2010, 15.00 - 18.00 Uhr, freier Eintritt
Highlight:
Peter Klasen reist eigens aus Frankreich an und stellt sich den Fragen von Katrin Wolf, Leitung Kulturredaktion, TV Mittelrhein!
Das Programm:
15.00 Uhr
• Begrüßung mit dem Künstler Peter Klasen
• Rolf Ohly führt durch die Ausstellung
• Für die Kinder Möglichkeit zur Teilnahme an der Führung oder an einer Museumsrallye
16.00 Uhr
• Museumsrallye/Suchspiel für Erwachsene und Kinder mit Verlosungsaktion um 17.45 Uhr
16.30 Uhr
• Kunsttalk in der Ausstellung: Peter Klasen stellt sich den Fragen von Katrin Wolf, Leitung Kulturredaktion, TV Mittelrhein
17.30 Uhr
• Verlosung der Preise: Unter allen Teilnehmern werden die Gewinne ausgelost:
Preise Erwachsene:
1. Preis – Ausstellungskatalog mit persönlicher Widmung von Peter Klasen
2. Preis – TV Mittelrhein live: Studioführung für 2 Personen
3. Preis – Ausstellungsplakat mit persönlicher Widmung von Peter Klasen
Preise Kinder:
1. Preis – TV Mittelrhein live: Du besuchst mit bis zu 5 Freunden das Fernsehstudio!
2. Preis – Gutschein für eine Teilnahme an der Mittwochsmalwerkstatt
3. Preis – Gutschein für eine Teilnahme am Samstagskindermalklub
18.00 Uhr
• Verabschiedung unserer Gäste
Für Getränke und kleine Süßigkeiten ist gesorgt!
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Peter Klasen, Colonnes sèches d’incendie,
1977, Acryl auf Leinwand, 180 x 260,
Sammlung Ludwig, Ludwig Museum, Koblenz
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Bereits in den sechziger Jahren zählt Peter Klasen zu den Mitbegründern der "Figuration Narrative" in Frankreich. Zu Beginn seiner künstlerischen Karriere sind es die auf Technik, Elektrizität oder LKW-Planen konzentrierten Sujets, deren Ausschnitthaftigkeit und eigene Logik bildnerischer Motive den Betrachter befremden. Zumeist ist es eine kalte, glatte Ästhetik des alltäglich Fremden, die Hochspannung und Gefahr signalisieren. Mit dem 1977 entstandenen Gemälde „Colonnes sèches d’incendie“ besitzt das Ludwig Museum in Koblenz ein bedeutendes Werk aus der Anfangszeit des Künstlers in Frankreich.
In seinen Bildern verarbeitet er die zeitgenössische Medienwelt - Fotografie, Illustrierte, Film, Werbung und medizinische Fachliteratur. Dabei konfrontiert er unterschiedlichste Bildstimulationen, etwa die Sensualität eines entblößten Busens mit der Funktionalität eines Netzschalters, Sexappeal mit Schrecken. Weibliche Reize in Opposition zur Welt der Technik zeigen eine "Menschheit unter Hochspannung", ein Schlüsselausspruch Peter Klasens.
In der Folgezeit trat zunehmend der Mensch in seine Kompositionen. Die zuweilen sehr großformatigen Bilder erweitert Peter Klasen dabei oftmals geradezu zu Wandobjekten: Thematisch Bezug nehmende Wortbildungen aus farbigen Leuchtstoffröhren sowie weitere Gegenstände - vor allem technisches Gerät - steigern die Drastik der Darstellung.
Diese Entwicklung mündete schließlich ein in eindrückliche raumgreifende Installationen mit Titeln wie “Intensivstation” oder “Shock Corridor/Dead end”. Auch diese werden zu sehen sein. Ist schon in den Bildern die “Hochspannung” zwischen Technik und Mensch für den Betrachter geradezu körperlich schmerzhaft spürbar, so wird sie in den Installationen greifbar.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt außerdem auf dem beeindruckenden fotografischen Werk Peter Klasens, um so auch die für den Künstler wichtige Wechselbeziehung zwischen den Medien Fotografie und Malerei dazustellen.
Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit Peter Klasen sowie dem Museum Le Tri Postal in Lille, mit dem gemeinsam auch ein Katalog realisiert wurde (“Peter Klasen – Œuvres 1959-2009”, Pascal Le Thorel, mit zahlreichen Beiträgen, deutsch/französisch, 383 Seiten, Arles 2009).
Nachdem die retrospektiv angelegte Schau in Lille 2009 erfolgreich gezeigt wurde, ist das Ludwig Museum einzige weitere Station.
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Shock Corridor/dead end,
Installation (Detail), 1991
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Nightmare, Acryl, Objekte und
Neonbuchstaben auf Leinwand,
200 x 300 cm 2003, Privatslg. (Ausschnitt) |
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Lost Landscape n° 4 (Detail),
Acryl auf Leinwand, 200 x 400 cm,
2009, Privatslg. Paris
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Shock Corridor-dead end,
Installation, Detail, 1991
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Container CTI-bleu 32, G,
Acryl auf Leinwand, 146 x 114 cm,
1988, Slg. Chabrissoux, Angers
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ERÖFFNUNG
Samstag, 15. Mai 2010, 17.30 Uhr
Begrüßung
Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig
Oberbürgermeister der Stadt Koblenz
Pascale Le Thorel
Kuratorin und Herausgeberin, Paris
Einführung
Dr. Beate Reifenscheid
Direktorin Ludwig Museum, Koblenz
Musikalische Begleitung
Yannick Monot
Akkordeon, Gitarre, Mundharmonika
Der Künstler ist anwesend.
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